· 6 Min. Lesezeit · von Salimar Boat Tour
Die Pools von Molara: was sie wirklich sind und wie man sie besucht
Sie sind das Foto, das jeder aus Nordost-Sardinien mitbringen will: Lagunenwasser, heller Granit, Fische unter den Füßen. Doch die Pools von Molara haben klare Regeln und eine Geschichte, die kaum jemand erzählt. Hier beides.

Was sie wirklich sind
Auf der küstenzugewandten Seite der Insel fällt der Granit sanft ab und bildet Becken aus strahlend weißem Sand: Der Grund liegt bei etwa 7–8 Metern, doch das Wasser ist so klar, dass man ihn wie durch Glas sieht — und genau dieser lichtreflektierende Sand schafft das Postkarten-Türkis. Einer der beliebtesten Schnorchelplätze des Meeresschutzgebiets: Brassen und Goldstriemen umkreisen einen schon einen Meter neben der Leiter.
Eine Insel mit unglaublicher Geschichte
Molara ist auch im Gestein das Gegenteil von Tavolara: Granit statt Kalk, sanfte Hügel statt senkrechter Wand. Und auf drei Quadratkilometern stecken Jahrhunderte: Der Überlieferung nach starb hier 235 n. Chr. Papst Pontianus im Exil – auf der Insel stehen noch die Ruinen der ihm geweihten romanischen Kirche, des mittelalterlichen Dorfes Gurguray und einer Wachburg auf dem Monte Casteddu, gebaut gegen Piratenüberfälle. Im 15. Jahrhundert lebte hier sogar ein Nonnenkloster.

Heute ist die Insel Privatbesitz einer Familie aus Olbia, und es leben mehr Tiere als Menschen dort: wilde Mufflons, Ziegen und Kühe, Wanderfalken und Kormorane. Vom Meer aus erkennt man auch den „Dinosaurier-Felsen“, geformt von Wind und Wellen.
So besucht man sie (die echten Regeln)
Man kommt nur per Boot hin, in rund 20 Minuten ab Porto San Paolo — durch den Kanal zwischen Tavolara und Molara, wo der Grund auf rund 70 Meter abfällt: dieses tiefe Blau, das dann im Türkis der Becken explodiert, ist die halbe Show. An Land geht man nicht: privat und im Park gelegen, ist die Insel nur entlang der Küste, vom Wasser aus, zu besuchen. Ankern und Stopps in den Pools regelt die Parkverwaltung – deshalb lohnt es sich, mit jemandem zu fahren, der Bojen, Zeiten und erlaubte Zonen kennt. Und genau deshalb sind die Pools so schön geblieben.

Mietboot oder Tour?
Zwei gute Wege. Wer gern selbst steuert, nimmt ein Mietschlauchboot am Capo Coda Cavallo und plant den Tag frei. Wer lieber nur das Meer genießt: Unsere Tour ab Olbia macht ihren Badestopp genau an den Pools, mit Masken an Bord und einem Skipper, der die Stunde mit dem besten Meer wählt – dazu der Stopp auf Tavolara — immer inklusive — und der Aperitif auf der Rückfahrt.
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Wann das Wasser am schönsten ist
Frühmorgens, fast immer: ruhiges Meer, tiefes Licht, Farben auf dem Höhepunkt und weniger Boote. Starker Mistral trübt die Sicht; Juni und September schenken einem die Pools halb leer.
Schnelle Antworten
Darf man auf Molara an Land? Nein: Privatbesitz im Schutzgebiet. Das Schönste liegt ohnehin im Wasser.
Muss man gut schwimmen können? Es hilft, ist aber keine Voraussetzung: Das Wasser ist ruhig, man steigt in Ruhe über die Leiter, Westen und Masken sind an Bord. Der Grund liegt bei 7–8 Metern — glasklar, nicht flach.
Sind die Pools immer zugänglich? Das hängt von Meer und Parkregeln ab: Bei starkem Wind wählt der Skipper ebenso schöne geschützte Alternativen. Das Meer bestimmt.
Daten geprüft am 1. August 2026. Regeln und Ankerzonen hängen vom Meeresschutzgebiet Tavolara – Punta Coda Cavallo ab und können sich ändern: An Bord zählt die Entscheidung des Skippers.
